Kfz-Sachverständiger Ralph Schröter
Kfz-Sachverständiger Ralph Schröter

Smart-Repair - Nur eine Reparatur für zwischendurch?

Smart Repair bedeutet, einen Schaden „smart" mit möglichst wenig Aufwand und Kosten zu reparieren.

Mit der Methode lassen sich Kleinschäden wie Schrammen, Dellen oder Kratzer im Autolack beseitigen, ohne die Teile komplett austauschen oder komplett lackieren zu müssen. Ein kleiner Knick im Kotflügel, ein Kratzer an der Stoßstange oder Dellen nach einem Hagelschlag, da kann die Kalkulation oder der Kostenvoranschlag des Sachverständigen oder der Werkstatt schnell in den vierstelligen Bereich gehen. Deutlich günstiger versprechen Betriebe Abhilfe, die Smart Repair anbieten. Sie sind auf kleinere Schäden spezialisiert.

Anstatt den kompletten Kotflügel zu ersetzen oder den Stoßfänger neu zu lackieren, wird nur der tatsächlich beschädigte Bereich bearbeitet. Die Methode hat einen wesentlichen Vorteil: Sie ist günstiger als eine herkömmliche Reparatur. Ein zweiter Vorteil ist die schnellere Reparatur.

 

Ob Smart Repair oder klassische Reparatur, die Entscheidung für das Eine oder Andere sollte aber nicht nur vom Rechnungsbetrag anhängen.

 

Wird Smart Repair unsachgemäß ausgeführt, kann dies möglicherweise Einfluss auf den Wiederverkaufswert haben.

 

Strittig ist, ob eine Kfz-Versicherung bei einer Schadensregulierung auf der günstigeren Smart-Repair-Methode bestehen darf. Als Geschädigter sollte man sich nicht vorschnell mit einer Ausbesserung zufriedenzugeben. Bei einem Unfall hat man Anspruch darauf, dass der Schaden vollständig behoben wird. Das Auto muss durch eine sach- und fachgerechte Reparatur wieder in den Zustand versetzt werden, in dem es vor dem Unfall war.

Ob somit eine Smart-Repair-Methode den Zustand des Autos vor dem Unfall tatsächlich wiederherstellen kann, kann ein Laie kaum beurteilen, das kann meist nur ein Kfz-Gutachter. Zunächst gilt immer, dass eine Reparatur nach den Herstellervorgaben durchzuführen ist. Diese sehen Smart Repair in aller Regel aber gar nicht vor !

 

Verweist eine Versicherung dennoch auf die alternative Reparaturmethode, muss nachgewiesen werden, dass die mit Smart Repair durchgeführte Bearbeitung mit einer klassischen Reparatur gleichwertig ist. Außerdem muss der Versicherer einen Smart-Repair-Betrieb im Umkreis des Geschädigten benennen, der sein Handwerk nachweislich beherrscht.

 

Beachtung sollte auch der Vorteilsausgleich (siehe hierzu Wertverbesserung und Nfa) im Falle eines weiteren Schaden am selben Bauteil finden. Im Zuge einer Erneuerung könnten ,,kreative Schadensmanager'' einen Vorteil im Austausch eines teilreparierten gegen ein Neuteil entdecken.

 

Smart Repair per se auszuschließen, ist allerdings falsch.

 

Es gibt viele Beispiele, in denen die konventionelle Reparatur nicht nur teurer sei, sondern auch die Substanz des Fahrzeugs stärker beeinträchtigt wird. Auch im Falle erheblicher Gebrauchsspuren oder eines Altschadens am betroffenen Bauteil, kann eine partielle Reparatur einem doch noch zur Regulierung verhelfen. Im Zweifelsfall schalten Sie also einen Kfz-Sachverständigen ein und lassen Sie sich von einem Juristen beraten.



 

Hinweis: Diese Stichwortübersicht kann keine Rechtsberatung ersetzen! Einige Themen sind weitaus komplexer als dargestellt. Wenden Sie sich unbedingt an eine(n) Anwältin/Anwalt für Verkehrs- und Schadensrecht!

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